Mehr private Versicherungen für Zähne:

Die Versicherten gesetzlicher Krankenkassen schließen immer mehr Zahnzusatzversicherungen ab. Nach Angaben des Verbands der privaten Krankenversicherungen (PKV) hat sich die Zahl in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Im Jahr 2016 wurden rund 400 000 neue Zahn-Zusatzversicherungen abgeschlossen. „Das bestätigt den langjährigen Trend zu mehr privater Vorsorge, um den Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzustocken“, sagte ein Sprecher des PKV-Verbands. Den Zahlen der PKV zufolge, die dieser Zeitung exklusiv vorliegen, hatten Ende Oktober dieses Jahres 15,3 Millionen Menschen eine Zahn-Zusatzversicherung. Im Jahr 2005 waren es erst 7,8 Millionen.
Ein Grund für die hohe Nachfrage sind die steigenden Kosten, mit denen sich Kassenpatienten beim Zahnarzt konfrontiert sehen. So ist der Eigenanteil für Zahnersatz ­zuletzt deutlich gestiegen. Nach Auskunft der zweitgrößten Krankenkasse, der Barmer, mussten Patienten im Jahr 2012 im Durchschnitt 724 Euro für ihren Zahnersatz dazuzahlen. Im Jahr 2014 waren es bereits 854 Euro. Die Daten stammen aus den Heil- und Kostenplänen, mit denen Zahnärzte eine Behandlung bei den Krankenkassen beantragen müssen.

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